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Geldwäscheprüfung: Deutsche Wirtschaft verbrennt 3,1 Mio. Arbeitsstunden jährlich

WebID-Analyse zeigt: Vollautomatisierung kann Kosten um bis zu 80 Prozent senken

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Verfasst vonIrena Anna Neumann
Veröffentlicht am16.04.2026

Die Bekämpfung von Geldwäsche verursacht in Deutschland einen erheblichen wirtschaftlichen Aufwand. Eine aktuelle Analyse von WebID Solutions zeigt: Rund 2,1 Millionen KYB-Prüfungen („Know Your Business“) pro Jahr binden mehr als 3,5 Millionen Arbeitsstunden – davon ließen sich 3,1 Millionen durch effizientere Prozesse vermeiden. Trotz verfügbarer Technologien arbeiten große Teile der Wirtschaft weiterhin mit manuellen Abläufen. Besonders im Bankensektor werden rund 96 Prozent der Onboarding-Workflows überwiegend manuell durchgeführt.

Manuelle Prozesse als größter Effizienzhemmer

Eine manuelle KYB-Prüfung eines Niedrigrisiko-Kunden dauert im Schnitt 100 Minuten. Teilautomatisiert sind es 30 Minuten.
Die Folgen sind erheblich:

  • Manuelle Prozesse: 5,6 Milliarden Euro Kosten
  • Teilautomatisierung: 2,5 Milliarden Euro
  • Vollautomatisierung: 1,1 Milliarden Euro

Damit liegt das Einsparpotenzial bei bis zu 80 Prozent.

Hohe Belastung für Banken, Notare und Steuerberater

Die Analyse zeigt, wie stark einzelne Branchen betroffen sind:

  • Kreditinstitute: rund 980.000 KYB-Prüfungen pro Jahr
  • Notariate: mindestens 808.100 Prüfungen jährlich
  • Steuerberater: 200.000 bis 220.000 Prüfungen
  • Wirtschaftsprüfer: rund 70.000 Prüfungen
  • Immobilienmakler: mindestens 58.100 Prüfungen

Die Berechnungen basieren auf internen Auswertungen von WebID Solutions, branchenüblichen Prozesszeiten sowie öffentlich verfügbaren regulatorischen Vorgaben.

„Deutschland prüft nicht zu viel – sondern zu ineffizient“ 

Faktenblatt zur WeID-Analayse

„Die Zahlen zeigen klar, dass manuelle KYB-Prozesse weder wirtschaftlich noch regulatorisch zukunftsfähig sind. Mit Blick auf die AMLR ab 2027 müssen Unternehmen jetzt handeln, sonst steigen Aufwand und Kosten weiter“,

sagt Frank S. Jorga, Gründer und Co-CEO von WebID.

Regulatorischer Druck steigt weiter

Mit der EU-Anti-Geldwäscheverordnung (AMLR), die ab Juli 2027 gilt, werden die Anforderungen an KYB-Prozesse europaweit vereinheitlicht und verschärft. Unternehmen, die weiterhin auf manuelle Abläufe setzen, müssen künftig:

  •  häufiger prüfen
  • zusätzliche Datenquellen einbeziehen
  • umfangreichere Dokumentationspflichten erfüllen

Ohne eine stärkere Digitalisierung ist mit weiter steigenden Belastungen zu rechnen.

WebID als Partner für digitale Compliance-Prozesse

WebID unterstützt seit über zehn Jahren Banken, Finanzdienstleister, Notariate und weitere Verpflichtete bei der Digitalisierung regulatorischer Prozesse. Jährlich werden über WebID mehrere Millionen Identifikations- und KYB-Vorgänge abgewickelt.
Mit CorporateID, der digitalen Plattform für vollautomatisierte Unternehmensidentifikation, ermöglicht WebID Unternehmen, KYB-Prozesse effizient, sicher und AMLR-konform umzusetzen – ohne manuelle Datensammlung und Medienbrüche.

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